Klimawirkungs- und Risikoanalysen an DSV-Bundesstützpunkten gestartet
Während vorletzte Woche bereits der Skisprung-Weltcup eröffnet wurde, sind an diesem Wochenende nun auch die übrigen nordischen Disziplinen sowie der Biathlon in die neue Wintersaison gestartet. Der Auftakt war, wie jedes Jahr, ein beeindruckendes Spektakel mit starken Leistungen der Athlet:innen und vielen begeisterten Fans vor Ort.
Gleichzeitig wird es für Veranstaltende zunehmend herausfordernd, solche Wettkämpfe zu realisieren, denn Schnee ist durch den Klimawandel insbesondere im Früh- und Spätwinter zu einer unzuverlässigen Ressource geworden. Um den Trainings- und Wettkampfbetrieb aufrechtzuerhalten, braucht es heute langfristige Planung, effizientes und flexibles Schneemanagement und vor allem Innovationsgeist.
Das betrifft nicht nur große Events, sondern genauso den täglichen Trainings- und Betriebsalltag an den Wintersportstätten. Der Wintersport ist unmittelbar von Klima und Umwelt abhängig und mit fortschreitenden Veränderungen steigt der Anpassungsbedarf an Infrastruktur, Trainingsmöglichkeiten und Wettkampfbetrieb.
Genau hier setzt unser neues, vom Bundesinstitut für Sportwissenschaft gefördertes Forschungsprojekt „Klimawirkungs- und Risikoanalyse zur Steigerung der Anpassungskapazität von Bundesstützpunkten Biathlon, Nordisch und Para Ski Nordisch 2050+“ (KWRA-Ski2050) an. Es wird vom Bundesinstitut für Sportwissenschaft gefördert und vom Institut für Outdoor Sport und Umweltforschung der Deutschen Sporthochschule Köln geleitet. Das Projekt startet im Dezember 2025. Die SIS unterstützt das Forschungsprojekt KWRA-Ski2050 als Kooperationspartner in den Themen Klima, Nachhaltigkeit und Wintersport sowie bei der Datenerhebung und -auswertung.
Unser Ziel: Ein systemisches Verständnis der aktuellen und zukünftigen Klimawirkungen und Risiken an den Bundesstützpunkten Ruhpolding, Oberhof, Notschrei und Oberstdorf zu entwickeln und darauf aufbauend den notwendigen Handlungsbedarf für eine klimaresiliente Entwicklung aufzuzeigen.
Damit möchten wir die Anpassungskapazität der Stützpunkte stärken und den Trainings- und Wettkampfbetrieb langfristig absichern, sodass deutsche Athlet:innen auch in Zukunft international wettbewerbsfähig bleiben.